Du hast es verdient. Sei bereit.

Ich habe es verdient. Und ich bin bereit.

Es hat lange gedauert. Nicht Wochen oder Monate, eher Jahrzehnte. Bis ich diesen einen Satz aussprechen konnte, ohne dass sich alles in mir zusammenzieht: Ich habe ein schönes Leben verdient. Nicht nur die anderen. Auch ich. Die Sonne scheint auch für mich.

Ich weiß, wie das klingt. Für manche klingt das selbstverständlich. Natürlich scheint die Sonne für dich, für wen denn sonst? Doch für manche von uns, ist dieser Satz eine Revolution.

Und vielleicht kennst du das. Vielleicht liest du das gerade und merkst, wie etwas in dir still wird. Weil du genau weißt, wovon ich spreche. Weil du auch diese Person bist, die abends im Bett liegt und sich fragt, wann es endlich auch mal um sie geht. Wann sie sich erlauben darf, sich einfach gut zu fühlen, ohne dafür einen Grund vorweisen zu müssen.

Jahrelang habe ich geglaubt, dass Freude etwas ist, das man sich verdienen oder erarbeiten muss. Dass Leichtigkeit ein Luxus ist für Menschen, die keine Probleme haben. Dass ich erst alles reparieren muss, mich selbst, meine Vergangenheit, meine Muster, bevor ich mich gut fühlen darf. Und weißt du, was passiert ist? Ich habe repariert und repariert und repariert. Und das gute Gefühl kam trotzdem nicht.

Doch irgendwann habe ich verstanden, dass Freude keine Belohnung am Ende des Weges ist. Freude ist der Weg.

Und jetzt bin ich bereit. Bereit, Selbstverantwortung zu übernehmen. Nicht die schwere Art, bei der du dir alles aufbürdest und dich für jeden Fehler bestrafst. Sondern die erwachsene Art. Die, bei der du sagst: Das ist mein Leben und ich gestalte es. Ich entscheide, was bleibt und was geht.

Und ich frage dich: Bist du auch bereit? Nicht für die perfekte Version von dir. Sondern für die ehrliche. Die, die sagt: Es reicht. Ich bin es mir wert. Bist du bereit für etwas, das dir vielleicht viel schwerer fällt als Verantwortung. Nämlich Leichtigkeit und Freude zulassen? Ohne schlechtes Gewissen, ohne das Gefühl, dass gleich etwas Schlimmes passiert, wenn es dir gut geht.

Ich weiß, dass manche das lesen und denken, das ist doch nichts Besonderes. Und ich sage: Doch. Für mich ist es das. Und vielleicht auch für dich. Weil du, vielleicht auch aus einem Leben kommst, in dem du unsichtbar warst. In dem deine Gefühle keinen Raum hatten. In dem du gelernt hast, dass du nur dann einen Wert hast, wenn du für andere funktionierst.

Und jetzt bin ich hier und sage: Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. Nicht der einzige. Nicht auf Kosten anderer. Aber der wichtigste. Mein Leben wurde mir geschenkt. Mir! Und ich darf es gestalten. Ich darf meinen eigenen Rahmen kreieren. Ich darf entscheiden, wie es sich anfühlen soll. Und du darfst das auch.

Das ist keine Erlaubnis, die ich dir gebe. Das ist eine Erinnerung an etwas, das du längst weißt, aber dir nie getraut hast, ernst zu nehmen.

Also entscheide dich für Freude. Nicht die laute, überdrehte Art. Sondern die stille. Die, die sich anfühlt wie ein tiefes Ausatmen. Wie nach Hause kommen, zu dir selbst. Und ich lade dich ein, dieselbe Entscheidung zu treffen. Jetzt, in diesem Moment, in dem du das hier liest und etwas in dir sagt: Ja. Das will ich auch.

Dann hör hin. Das ist nicht Neid. Das ist nicht Sehnsucht. Das ist deine eigene Wahrheit, die anklopft. Und sie sagt: Es hat lange genug gedauert. Du bist bereit. Die Sonne scheint auch für dich. Es wird Zeit, dass du rausgehst und sie auf dein Gesicht scheinen lässt. Du hast es verdient. Einfach weil du da bist.

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